Veröffentlicht in Augmented Reality, digital stories, Interaktivität, storytelling, Twitter

Wanderlust – interaktives Storytelling

Über eine Freundin bin ich auf eine sehr interessante Storytelling-App gestoßen und zwar sind hier die Next-Generation-Storytellers von Six to Start am Werk gewesen, die schon seit Jahren an verschiedenen Storytelling-Konzepten arbeiten. Dieses Mal ist es die App Wanderlust, die mein Interesse und meine Begeisterung geweckt hat. Ein Location-based service wird kombiniert mit Storytelling. Das Ganze hat etwas von Geocaching für Storyteller. Bei dieser App werden Geschichten erzählt, indem man sich in der Realität von einem Ort zum anderen bewegt. Mit dieser Applikation bekommt der Trend der Location-based Services eine weitere Dimension. Ein jeder kann mittlerweile mit Applikationen wie gowalla oder foursquare Geschichten erzählen, und wenn es nur über sein alltägliches Leben ist. Außerdem erhöht man mit Badges bzw. dem Erreichen diverser Challenges oder Levels seine Punkte, um bestimmte Gadgets oder Angebote zu erhalten.

Was also ist der Vorteil oder aber das Neue an Wanderlust?

Es geht nicht um einen bestimmten Ort, den man aufsuchen muss, um die Geschichte verfolgen zu können. Hauptsache, es ist ein (bei foursquare) gelisteter Laden und man befindet sich in ihm oder in der Nähe. Zum nächsten Ort wird man mit der Engine von Google Maps geführt. Der Routenführer zeigt auf der Karte an, wo sich der nächste Ort befindet und wo dementsprechend die Geschichte weitererzählt wird. Dabei geht es nicht um einen speziellen Ort oder ein besonderes Ladenlokal, sondern die Oberkategorie zählt, wie z. B. Restaurant, Bar oder Apotheke. Je nach Titel muss man sich also, wie vom jeweiligen Autor gewünscht, etwa in einen Supermarkt begeben. Dann wird der nächste Ort beschrieben und man muss sich weiter auf die Reise machen, um die Geschichte verfolgen zu können.

Die Macher nennen es daher auch Atmosphere-based Storytelling, da der Ort nicht fixiert ist. Somit fällt der Umstand weg, bestimmte Geschichten nicht erleben zu können, weil sie in London in einem Pub um die Ecke von Big Ben stattfinden. Ein also eher untypischer Location-based Service…

Weitere Vorteile: Es wird die lokale Datenbank von foursquare benutzt, damit per GPS die Stelle geortet werden kann. Das Archiv kann sich mittlerweile sehen lassen, so dass immer ein Ort gefunden werden sollte. Zudem wird jQuery Mobile genutzt, damit die App auch auf dem Smartphone funktioniert, egal ob die Software des Handys unter Android, iOS oder WebOs läuft. Außerdem ist die Programmiersprache HTML, so dass es ein Leichtes ist noch Videos und Fotos einzubinden, um die Geschichte zu visualisieren.

Voraussetzung ist übrigens ein Twitter-Account, mit dem man sich einloggt und dann an den Stories teilhaben darf. Diese App hat mich zuerst an das Spielgenre Interactive Fiction erinnert, wo man auch per Texteingabe über seinen Standort informiert wird und darüber, wohin man gehen soll, um neue Aufgaben bzw. Informationen und Levels zu finden. Mich juckt es auch schon in den Fingern, selbst eine Story zu verwirklichen. Allerdings haben bereits andere Autoren spannende Vorlagen veröffentlicht. Bislang auf reiner Textbasis. Mal sehen, wie lange das so bleibt.

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Ein Kommentar zu „Wanderlust – interaktives Storytelling

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