Veröffentlicht in Games, Social Media, storytelling

Gamification

Das Internet als Goldgrube! Man könnte auch sagen, der Spielrausch wurde neu entdeckt. Dabei sei dahin gestellt, ob es nur für Marketingzwecke herhalten muss oder tatsächlich zur Befriedigung des Spieltriebs. Gamification heißt im Prinzip, dass nichtspielerische Anwendungen mit kleinen oder auch größeren Spielanreizen bestückt werden, um eine tägliche Anwendung seitens des Nutzers herzustellen.

Wir entdecken Gamification zur Zeit überall: Bei Facebook wird es besonders interessant, aber auch gerade die Plattform Foursquare zeigt, was alles möglich ist. Aber halten wir erstmal fest:

Dieser neue Trend zeigt sich sehr offensiv als eine spielerische Herangehensweise bei Anwendungen im Internet. Reicht der normale Anreiz nicht aus eine Anwendung tatsächlich auch täglich zu benutzen, dann verdiene dir doch ein paar Coins oder werde Bürgermeister. Die “Sim“ Spiele sind im Alltag angekommen. Wie auch bei den „Sims“ oder „Sim City“ wird jede Handlung belohnt. Sei es durch leuchtende Sterne oder ein paar blinkenden Herzen auf dem Display, oder auch Badges mit der Inschrift „Partyboy“ oder „hard worker“.

Die Kritik bleibt dabei nicht aus: Die „Spielifizierung“ treibt den Datenklau voran. Für die spielerischen Anwendungen müssen die Nutzer bestimmte Daten freigeben, sonst kann nicht gestartet werden. Der Spieltrieb ist dann natürlich höher, wenn man auch mit seinen Freunden alles teilt: Punkte, Highscores, Badgdes, etc.. Also werden auch diese Daten verlangt und natürlich genutzt. Facebook zeigt seit geraumer Zeit und ebenso mit Erfolg, wie wichtig uns Anerkennung und auch der Wettbewerb ist. Wenn wir keine öffentlichen Auszeichnungen erhalten können, so können wir diese zumindest bei z.B. Foursquare „verdienen“, wo derjenige Bürgermeister eines Ortes wird, wenn er sich nur oft genug an eben diesem Ort einloggt.

Zudem werden diese Spiele oft als „social games“ dargestellt. Aber wo bleibt die soziale Interaktion? Wenn wir aus reinem Wettbewerbsinteresse nur um Punkte kämpfen und um mehr Freunde und Anerkennung, dann bleibt das „Soziale“ auf der Strecke. Dazu Richard Bartle -der Online-Spielpionier- auf der Gamelab 2011 in Barcelona: „social games aren´t social.“. Auch er sagt, es geht allein um „rewards“, also Belohnungen.

Für mehr kritischen Input: In der De:Bug, dem Magazin für elektronische Lebensaspekte, ist erst letztens ein Artikel erschienen. Dieser war auch Inspiration für unseren Artikel. Aber was haltet ihr denn nun von dieser „Spielerei“?

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